HSDPA als DSL Killer?

Als DSL Killer bereits in den Medien gefeiert, wird HSDPA immer immer beliebter und populärer. Allerdings ist der neueste Standard der 3G (3. Generation) Internettechnik in Deutschland immer noch als UMTS bekannt. Wenn hier über UMTS gesprochen wird, dann meinen die Medien sowie auch die Netzbetreiber oft HSDPA. Der Unterschied zwischen diesen beiden Standards liegt in der Übertragungsgeschwindigkeit. Diese Schlüsseln sich wie folgt auf:

UMTS:

384 Kbit/s Download

HSDPA:

bis maximal 7200Kbit/s, flächendeckend bis 3,6 Kbit/s

Diese Zahlen sprechen eine überaus deutliche Sprache dann HSDPA in der schnellsten Variante ist sicherlich auch als DSL Ersatz nutzbar. Leider, und das verschweigen die meisten Netzbetreiber, ist dieser Surfspeed nur an besonderen Standorten wie z. B. Flughäfen oder Bahnhöfen verfügbar. Die normale Geschwindigkeit liegt bei 3600Kbit/s welches einer DSL 2000 Leitung gleich kommen dürft.

HSDPA Flatrates:

Die sogenannten HSDPA Flatrate Angebot werden bereits von vielen Providern angeboten. Hier handelt es sich um Datenflatrates die, je nach Anbieter, zwischen 20 und 40€ in den Vertrieb gehen. Diese Datenflatrates sind an einem  24-Monats Vertrag gebunden. Ein kleiner Wermutstropfen dürft die Tatsache sein, das die Flatrate nur bis zu einem Transfervolumen von 5GB ohne Einschränkungen angeboten wird. Sobald man diese Stufe überschritten hat, wird der Surfspeed auf 56 Kbit/s gedrosselt. Das entspricht einer analogen Leitung die keinem User ausreichen dürfte. Hiermit sollen massive Downloads unterbunden werden. HSDPA ist für den mobilen Einsatz konzipiert und nicht für das saugen von Filmen oder Musikstücken. Der normale Internetbenutzer dürft die 5 GB Grenze kaum überschreiten.

HSDPA Prepaid:

Wer keinen Vertrag abschließen möchte, der kann auch auf attraktive Prepaid-Anbieter ausweichen. Hier werden Tagesflatrates ab ca. 3€ für einen Kalendertag oder auch die Monatsflatrates ab 20€ (Tchibo)  angeboten. Diese verfügen über die gleiche Bandbreite wie die Vertrags-Flatrates. Allerdings sind die Gebühren im Vorfeld zu bezahlen. Ein weitere Nachteil dieser Prepaid-Tarife ist der Umstand, das es hier oftmals keinerlei Hardware Vergünstigen angeboten bekommt. Hier muss man zum Teil tief in die Tasche greifen um sich die Gerätschaften selber zuzulegen.

Fazit:

UMTS in der jetzigen Ausbaustufe ist ganz sicher noch nicht der DSL Killer. Allerdings kann es noch dazu kommen. Wenn die Geschwindigkeiten und die Verfügbarkeit des HSDPA Netzes weiter steigt, dann wird auch auch die Marktdurchdringung steigen. Eines ist jedoch heute schon klar. Die Zukunft liegt im mobilen Internet. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann DSL nur noch ein  Fossil längst vergessener Zeit sein wird.